Wasserversorgung: In den meisten Bundesländern gesichert

Am Arendsee in der Altmark zeigt sich: Der Wasserstand von Seen ist enorm davon abhängig, ob es gerade viel geregnet hat oder nicht. Im Vergleich der Jahre 2023 bis 2025 lässt sich kein klarer Trend erkennen.
Am Arendsee in der Altmark zeigt sich: Der Wasserstand von Seen ist enorm davon abhängig, ob es gerade viel geregnet hat oder nicht. Im Vergleich der Jahre 2023 bis 2025 lässt sich kein klarer Trend erkennen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die öffentliche Wasserversorgung in Deutschland ist 2022 in den meisten Bundesländern durch eine höhere Wassergewinnung als -abgabe gekennzeichnet. Das zeigt die Verbrauchsdeckung, also das Verhältnis zwischen gefördertem und abgegebenem Wasser. In Thüringen lag sie bei über 125 Prozent, in Sachsen sogar bei knapp 140 Prozent. Nur Bremen (36 Prozent) und Sachsen-Anhalt (62 Prozent) lagen unter der Marke von 100 Prozent – hier wird also mehr Wasser verbraucht als lokal gewonnen.

Im Vergleich zu 2019 hat sich die Versorgungslage in vielen Regionen verbessert, wie Daten von Destatis zeigen. Die Verbrauchsdeckung stieg etwa in Nordrhein-Westfalen von 113 Prozent auf 117 Prozent, im Saarland gogar von 118 auf 127 Prozent. Die gestiegene Deckung kann auf effizientere Förderstrukturen, regionale Kooperationen und Investitionen in die Infrastruktur zurückgeführt werden.

Dennoch bleibt die Versorgungssicherheit ein sensibles Thema – nicht zuletzt im Kontext des globalen Klimawandels. Längere Trockenperioden, sinkende Grundwasserspiegel und Extremwetterereignisse setzen die Wasserwirtschaft unter Druck. Regionen mit geringer Eigenförderung wie Bremen sind besonders abhängig von überregionalen Netzen und langfristiger Planung. (Quelle: Statista/cw)

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