Schwache Nachfrage: Chemiekonzern Evonik senkt Prognose

ESSEN (dpa-AFX) – Die Krise in der Chemiebranche hält an: So senkt Evonik DE000EVNK013 wegen der schwachen Nachfrage seine Prognose für das laufende Jahr. Umsatz und Gewinn für das dritte Quartal dürften deutlich sinken, teilte der Spezialchemiekonzern am Donnerstag in Essen mit. Anfang August war Evonik noch von einer leichten wirtschaftlichen Belebung für die zweite Jahreshälfte ausgegangen. Diese sei jedoch bislang ausgeblieben, die Kunden hielten sich zurück.

So rechnet Evonik für 2025 mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von etwa 1,9 Milliarden Euro, nach knapp 2,1 Milliarden im Vorjahr. Zuvor war das Unternehmen bereits nach dem zweiten Quartal vorsichtiger geworden und hatte das untere Ende der erwarteten Bandbreite von 2,0 bis 2,3 Milliarden in Aussicht gestellt. Analysten hatten ein Senkung bereits antizipiert – sie gehen im Konsens von 1,96 Milliarden Euro aus. Die im MDax DE0008467416 notierte Aktie verlor am Mittag zunächst knapp drei Prozent, konnte das Minus dann aber auf etwa ein Prozent eingrenzen.

Im dritten Quartal dürfte das bereinigte Ebitda von 577 Millionen auf 420 bis 460 Millionen Euro sinken, teilten die Essener weiter mit. Das liegt deutlich unter den von Evonik veröffentlichten Analystenschätzungen von im Schnitt rund 501 Millionen. Den Umsatz sieht Evonik vorläufigen Berechnungen zufolge bei knapp 3,4 Milliarden Euro, nach gut 3,8 Milliarden im Vorjahr. Details will Evonik am 4. November veröffentlichen.

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