Mein Freund, der Dealer

Sogenannte Forschungschemikalien bereiten vielen Behörden Sorgen. (Symbolbild)
Drogen (Symbolbild) Foto: Marijan Murat/dpa

Wenn es um die Beschaffung von Opioiden geht, setzen deutsche Konsument:innen in erster Linie auf den Freundeskreis. Das zeigt eine Befragung des Bundesgesundheitsministeriums unter 486 Opioid-Konsument:innen. Demnach haben rund 69 Prozent der Befragten angegeben schon einmal Opioide oder opioidhaltige Medikamente von Freunden oder Bekannten erworben zu haben.

Zweithäufigste Antwort waren Privatdealer – etwas mehr als die Hälfte der Befragten hat bereits bei diesen eingekauft. Wie die Statista-Grafik zeigt, spielt auch das Internet beim Drogenhandel eine große Rolle: 23 Prozent der Befragten haben ihre Mittel schon einmal im Internet beziehungsweise Darknet erworben. Ein Rezept erschlichen, um ihre Sucht zu befriedigen haben etwa 15 Prozent, von einem Straßendealer etwas gekauft rund 13 Prozent.

Angesichts der Dominanz von Freund:innen als Bezugsquelle, liegt nahe, dass ein Teil der Beschaffung stets unentgeltlich erfolgte. Laut Umfrage haben rund 27 Prozent der Befragten nie für ihre Opioide bezahlen müssen, in 14 Prozent der Fälle geschah die Beschaffung “meistens unentgeltlich”. (Quelle: Statista/cw)

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