Mehrheit sieht AfD als Gefahr für die Demokratie

Zwischen AfD und Verfassungsschutz bahnt sich der nächste lange Rechtsstreit an.
Foto: Carsten Koall/dpa

Anfang Mai hat der Verfassungsschutz die Alternative für Deutschland als “gesichert rechtsextremistisch” eingestuft. Bei dieser Einschätzung würde auch die Mehrheit der deutschen Bevölkerung mitgehen, wie eine Umfrage im Rahmen des ARD-DeutschlandTrend zeigt.

Laut den Umfragedaten vom Mai 2025 sehen 67 Prozent der Befragten die Partei als rechtsextrem, 62 Prozent halten sie sogar für eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland. Gleichzeitig zeigt sich ein Drittel der Wahlberechtigten offen für Positionen der Partei – insbesondere beim Thema Migration. 45 Prozent der Befragten befürworten, dass die AfD eine restriktivere Zuwanderungspolitik verfolgt als andere Parteien.

AfD-Anhänger sehen rechtsextreme Tendenzen in ihrer Partei dabei weitgehend gelassen. 91 Prozent von ihnen sagen, es sei ihnen egal, wenn die AfD als rechtsextrem gilt – Hauptsache, sie thematisiert aus ihrer Sicht relevante Anliegen.

Ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD befürworten 43 Prozent, während 47 Prozent dies ablehnen. Besonders hohe Zustimmungswerte zur Verbotsidee finden sich bei Grünen- und Linken-Wähler:innen (jeweils über 70 Prozent). Der neue Innenminister Alexander Dobrindt sieht das AfD-Gutachten des Verfassungsschutzes jedoch nicht als ausreichend für ein Verbotsverfahren.

Insgesamt zeigt sich: Eine große Mehrheit der Deutschen sieht die AfD weiterhin als radikale Kraft – aber ein relevanter Teil der Bevölkerung steht ihrer Rhetorik offen gegenüber. (Quelle: Statista/cw)

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