Drei Jahre Tesla: Werksleiter zuversichtlich – mehr Protest

Der US-Elektroautobauer Tesla hat vor drei Jahren sein bisher einziges europaweites Werk in Grünheide bei Berlin eröffnet - steht aber vor mehreren Herausforderungen.
Der US-Elektroautobauer Tesla hat vor drei Jahren sein bisher einziges europaweites Werk in Grünheide bei Berlin eröffnet - steht aber vor mehreren Herausforderungen. Foto: Patrick Pleul/dpa
Die Neuzulassungen von Tesla sinken in Deutschland, Kritik an Firmenchef Musk nimmt zu. Dennoch zeigt sich der Werksleiter von Grünheide optimistisch. Vor drei Jahren wurde die Fabrik eröffnet.

Der US-Elektroautobauer Tesla zeigt sich trotz des Absatzrückgangs in Deutschland zuversichtlich für das Werk in Grünheide. «Wir haben die Produktion in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und beliefern inzwischen 37 Märkte in- und außerhalb Europas direkt aus der Gigafactory», sagte Werksleiter André Thierig der Deutschen Presse-Agentur. «Zukünftig werden noch weitere Märkte hinzukommen.»

Das Werk in Grünheide sei die modernste Autofabrik Europas, dort seien mehr als 11.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Am Samstag (22. März) vor drei Jahren wurde die Gigafactory Berlin-Brandenburg offiziell eröffnet.

Weniger Neuzulassungen in Deutschland

In Deutschland sank der Absatz im Februar nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts erneut, obwohl insgesamt mehr Elektroautos auf die Straßen kamen. Thierig verweist darauf, dass das Model Y – das in Grünheide seit Februar in neuer Version gefertigt wird – 2023 und 2024 das meistverkaufte Auto der Welt gewesen sei. Eine Lücke in den Zulassungen während einer Produktumstellung sei natürlich.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnet nicht mit einer schnellen Trendwende: «Die Modelle versprühen wenig innovativ Neues und sind zu teuer», sagte er der dpa. Dazu kommt: Die Kritik an Tesla-Chef Elon Musk steigt. Er ist Berater von US-Präsident Donald Trump. Im Bundestagswahlkampf warb er für die AfD.

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